
Nintendo stellt Family-Sharing-Funktion und neue Smartphone-App vor
Deine digitalen Nintendo-Games sollen mit «Virtual Game Cards» in Zukunft viel einfacher nutzbar und sogar teilbar werden. Zudem kündigt das Unternehmen eine neue Smartphone-App an.
In einem Direct-Livestream präsentiert Nintendo neben neuen Games auch zwei Überraschungen: «Virtual Game Cards» und eine neue Smartphone-App. Erstere sollen deine digitale Nintendo-Spielbibliothek flexibler machen und sogar das Teilen von Spielen mit Familienmitgliedern ermöglichen. Die neue App «Nintendo Today» fungiert als Nintendo-Kalender, der Fans täglich neue Überraschungen bieten soll.
«Virtual Game Cards»: einfacheres Handling deiner digitalen Nintendo-Games
Nintendo ist bekannt für unnötig kompliziertes Handling von Accounts und digitalen Spielen. Besitzt du mehrere Switches auf denen du deine Games spielst, ist der Wechsel zwischen den Konsolen mit Aufwand verbunden. Unter anderem muss die Zweitkonsole per Internetverbindung ständig prüfen, ob das Game gespielt werden darf, oder nicht (je nachdem, ob es gerade auf der Erstkonsole in Gebrauch ist). Die neuen «Virtual Game Cards» sollen hier Abhilfe schaffen.
Nintendo wird deine digitalen Einkäufe aus dem eShop künftig wie physische Game-Karten behandeln. Sobald du einen Titel kaufst, wird dieser als Virtual Game Card auf dem System, auf dem du ihn heruntergeladen hast, registriert.
Willst du dein Spiel auf einem anderen System weiterzocken, kannst du es von der einen Konsole «entfernen» und in die andere Konsole «einstecken». Beim Einstecken und Entfernen von Virtual Game Cards ist eine Internetverbindung nötig – danach kannst du die Games auch offline spielen. Beim ersten Transfer zwischen zwei Konsolen ist zudem eine lokale Verbindung mit deiner Zweitkonsole nötig.

Quelle: Nintendo
Mit den Virtual Game Cards führt Nintendo auch ein Family-Sharing-System ein. Du kannst bis zu acht Personen zu einer «Familie» einladen, mit der du deine Spielbibliothek teilen kannst.
Das Family Sharing ist begrenzt. So ist beim Ausleihen von Spielen immer eine direkte Verbindung zwischen den Systemen der «Familienmitglieder» nötig. Auch kannst du einer Person nicht mehrere Games gleichzeitig leihen. Befindet sich die Virtual Game Card bei einem Familienmitglied, kannst du das Spiel selber nicht mehr zocken. Die Leihgabe dauert maximal 14 Tage – danach wandert die Virtual Game Card automatisch wieder auf deine Konsole.
Virtual Game Cards sollen ab Ende April verfügbar sein. Das neue Feature wird auch mit Switch-2-Konsolen kompatibel sein.

Quelle: Nintendo
Update 28.03. Auf der offiziellen Nintendo-Website bestätigt das Unternehmen, dass die neue Funktion für die Switch 1 optional ist. Wer seine digitalen Spiele wie bisher mit Freunden teilen möchte oder seine Games wie bis anhin auf einer zweiten Switch spielen möchte, kann das weiterhin tun.
In einem FAQ zu Virtual Game Cards bestätigt Nintendo zudem die Existenz von «Nintendo Switch 2 Edition Games». Der Name lässt vermuten, dass Nintendo Cross-Gen-Titel plant, die sowohl auf der Switch 1 als auch auf der Switch 2 erscheinen.
«Nintendo Today»: neue Smartphone-App mit Nintendo-News
Neben den Virtual Game Cards hat Nintendo noch eine weitere Überraschung parat. Zusätzlich zu den unter Fans sehr beliebten Nintendo-Direct-Livestreams will das japanische Unternehmen einen weiteren direkten Kommunikationskanal etablieren. Mit der «Nintendo Today»-Smartphone-App bekommst du täglich Neuigkeiten zu diversen Nintendo-Games und neuer Hardware.

Quelle: Nintendo
Die App soll wie ein Kalender funktionieren und jeden Tag neue Inhalte bieten. Neben Events und News sollen auch Zusatzinhalte wie Comics und Videos für Unterhaltung sorgen. Du wirst auch über neue Releases, Demos und Sales informiert. Die App ist ab sofort auf Android und iOS verfügbar. Um sie zu nutzen, benötigst du einen Nintendo Account (jedoch kein Nintendo-Online-Abo).
Eine Übersicht aller neuen Switch-Games, die Nintendo an der Direct vorgestellt hat, findest du in diesem Artikel:
24 Personen gefällt dieser Artikel


Meine Liebe zu Videospielen wurde im zarten Alter von fünf Jahren mit dem ersten Gameboy geweckt und ist im Laufe der Jahre sprunghaft gewachsen.