
Honor Magic7 Pro 5G Dual Sim 12GB RAM 512GB - Grey
512 GB, Lunar Shadow Grey, 6.81", 50 Mpx, 5G
Honor hat beim Magic7 Pro wenig verändert. Es gibt dezente Verbesserungen, denen allerdings ein kleiner gewordener Akku gegenüber steht.
In diesem Jahr tut sich bei den Top-Smartphones wenig. Das Honor Magic7 Pro ist da keine Ausnahme. Mit einem neuen Chipsatz, Android 15, einem Jahr längeren Updates sowie etwas mehr Brennweite und Auflösung bei der Telekamera gibt es Verbesserungen gegenüber dem Vorgänger. Mit dem verkleinerten Akku allerdings auch einen Nachteil.
Beim Design gibt es nur minimale Änderungen am Magic7 Pro. Das ist für mich völlig in Ordnung. Das Display ist ebenfalls mit dem des Vorgängers identisch – und weiterhin sehr gut.
Das Kamera-Setup bleibt bis auf zwei Änderungen an der Periskop-Telekamera ebenfalls gleich. Beim Magic7 Pro verfügt sie nun über einen Bildsensor mit 200 Megapixeln Auflösung. Das sind 20 Megapixel mehr. Die Fotos haben trotzdem nur eine Auflösung von 12,6 Megapixeln. Das liegt am sogenannten «Pixel Binning». Dabei werden mehrere nebeneinanderliegende Pixel zusammengerechnet. Dadurch soll die Lichtempfindlichkeit und die Bildqualität besser sein.
Zusätzlich hat Honor die Reichweite der Telekamera leicht erhöht – ohne genaue Brennweiten zu verraten. Die einzige Angabe: Das Magic7 Pro bietet einen dreifachen optischen Zoom. Beim Vorgänger war es ein 2,5-facher Zoom.
Das bedeutet, ich komme mit dem Magc7 Pro etwas näher ans Motiv heran. Die Erhöhung der Auflösung von 180 auf 200 Megapixel hat für mich keine erkennbaren Auswirkungen. Insgesamt bleibt das Kamera-System sehr gut für Smartphone-Verhältnisse.
Der Snapdragon 8 Elite im Magic7 Pro bedeutet einen in Benchmark-Tests klar erkennbaren Zuwachs an Leistung gegenüber dem Vorgänger-Smartphone mit dem Snapdragon 8 Gen 3. Allerdings hatte bereits dieser mehr als genug Rechenkraft, sodass sich der Zuwachs im Alltag kaum bemerkbar macht.
Nebeneffekt des neuen Chipsatzes: Die unterstützte Bluetooth-Version erhöht sich von 5.3 auf 5.4 – bringt für die private Nutzung aber keine nennenswerte Neuerung.
Honor installiert auf dem Magic7 Pro Android 15 und seine Benutzeroberfläche MagicOS 9. Das Smartphone soll fünf Betriebssystem-Updates erhalten und damit eins mehr als sein Vorgänger. Sicherheitsupdates gibt es mindestens für den gleichen Zeitraum. Negativ erwähnen muss ich die zahlreichen vorinstallierten Apps von Drittanbietern. Wenn ich einen vierstelligen Betrag für ein Smartphone zahle, will ich keine Werbung deinstallieren müssen.
Zusätzlich zu den allgemeinen Neuerungen von Android 15 ergänzt Honor die KI-Tools des Magic7 Pro. So ist Gemini von Google vorinstalliert und soll noch weiter ins System integriert werden. Das hat der Hersteller beim Mobile World Congress angekündigt – und dort weitere KI-Funktionen vorgestellt, die bisher aber noch nicht auf dem Gerät verfügbar sind.
Im Menüpunkt «Honor AI» fasst der Hersteller seine KI-Tools zusammen. Beim Magic7 Pro ist ein KI-Übersetzer hinzugekommen. Er kann sowohl Chats und andere Texte als auch Gespräche in Echtzeit übersetzen. Das gehört inzwischen zum Standard. Honor schließt hier nur zur Konkurrenz auf.
Noch nicht bei anderen Herstellern gesehen habe ich das Eye-Tracking, das Benachrichtigungen öffnet, wenn ich sie anschaue. Das klingt praktisch und im Menü klappt das Training einwandfrei. Trotzdem bekomme ich es in der Praxis nicht hin, eine Benachrichtigung mit meinen Augen auszuklappen. Schade, die Funktion könnte wirklich hilfreich sein.
Positiv ist anzumerken, dass Honor auch eigene Ideen für KI-Funktionen hat. Aber insgesamt hängt der Hersteller gegenüber der Konkurrenz noch hinterher. Das könnte sich aber ändern, wenn die beim MWC angekündigten Neuerungen erscheinen.
Im Fotobereich sind die KI-Funktionen von Honor jetzt schon gut nutzbar. Da verschwinden zum Beispiel störende Touristen, ohne das Schloss Rosenborg zu zerstören:
Je mehr die KI beim generativen Erweitern hinzufügen muss, desto eher passieren Fehler. Honor bietet maximal eine Erweiterung um 200 Prozent an. Dabei errät die KI erstaunlich gut, was sich auf dem Bild befinden könnte. Das Originalbild lässt sich gut durch das unruhigere Wasser eingrenzen. Links reicht es etwa bis zum silbernen Auto – das vierte von links – und rechts bis zur Mitte des Außerbordmotors.
Häuser und parkende Autos setzt die KI fort und rät auch richtig, dass es sich um einen Kanal handelt – auch wenn die andere Seite zu früh anfängt. Beim Vordergrund entscheidet sie sich für Wasser und sonst nichts.
Wer faul ist, kann der KI einfach 20 Urlaubsfotos geben. Sie schneidet daraus ein Video inklusive Hintergrundmusik zusammen. Vor dem Speichern könnte ich in der App noch etliche Änderungen vornehmen, aber mich interessiert hier nur das erste Ergebnis ohne weitere Bearbeitung:
Das Ergebnis ist eine vorzeigbare Diashow. Ich habe nicht das Gefühl, am Schnitt etwas ändern zu müssen. Die Musik ist Geschmackssache und bei Nichtgefallen schnell geändert. Die «Untertitel» ergeben für mich allerdings gar keinen Sinn. Sie würde ich entfernen.
Honor verwendet beim Magic7 Pro weiterhin einen Silizium-Carbon-Akku. Dieser hat eine höhere Energiedichte als herkömmliche Lithim-Ionen-Batterien und benötigt deswegen weniger Platz im Smartphone für die gleiche Kapazität. Allerdings verbaut Honor in Europa mit 5270 mAh eine Batterie im Magic7 Pro, die weniger Kapazität hat als bei der globalen Version des Smartphones (5850 mAh) oder beim Vorgänger (5600 mAh).
Wenig überraschend messe ich mit dem Batterietest von PC Mark Work 3.0 auch eine kürzere Laufzeit als beim Magic6 Pro. Mit 7:43 Stunden hält das Magic7 Pro ziemlich genau eine Stunde kürzer durch als sein Vorgänger. Das ist nicht gut. Während zum Beispiel Samsung bei der S25-Serie in diesem Jahr die Akkulaufzeit teils deutlich erhöht hat. Selbst aktuelle Mittelklasse-Smartphones wie das Nothing Phone (3a) kommen auf eine Laufzeit von über elf Stunden.
Honor hat zwar die Ladeleistung auf 100 Watt anstelle von 80 Watt erhöht, dieser Zuwachs bringt mir aber weniger als eine längere Akkulaufzeit. Gleiches gilt für drahtloses Laden, das mit einem passenden Ladegerät nun 80 anstelle von 66 Watt schafft.
Das Honor Magic7 Pro ist an vielen Punkten sehr gut: Es verfügt über ein hervorragendes Display, hat ein sehr gutes Kamerasystem und bietet jede Menge Leistung. Zudem hat der Hersteller den Update-Zeitraum verlängert.
Dass die KI-Tools nicht auf Augenhöhe mit der Konkurrenz sind, lässt sich verschmerzen. Denn auch andere Hersteller sind bei vielen Funktionen noch nicht dort, wo sie gerne wären. Ein großer Minuspunkt ist dagegen die vergleichsweise kurze Akkulaufzeit, die mich mein Geld lieber in ein anderes Top-Smartphone stecken lässt. Dabei weckt die verwendete Akkutechnologie eigentlich ganz andere Erwartungen.
Mit den wenigen Veränderungen gegenüber dem Vorgängermodell ist Honor nicht alleine. Die sind dieses Jahr unter anderem auch bei Samsung oder Xiaomi zu sehen. Gefällt dir das Magic7 Pro und dir ist ein kürzerer Software-Support egal, könnte das Magic6 Pro für weniger Geld eine Option sein.
Pro
Contra
Honor Magic7 Pro 5G Dual Sim 12GB RAM 512GB - Grey
512 GB, Lunar Shadow Grey, 6.81", 50 Mpx, 5G
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Als Grundschüler saß ich noch mit vielen Mitschülern bei einem Freund im Wohnzimmer, um auf der Super NES zu spielen. Inzwischen bekomme ich die neueste Technik direkt in die Hände und teste sie für euch. In den letzten Jahren bei Curved, Computer Bild und Netzwelt, nun bei Digitec und Galaxus.